Bericht über den Besuch von Naumburger Schachfreunden

vom 6. bis 8. September 2002

 

Die Schachfreunde aus Naumburg kamen am späten Freitagnachmittag am Starnberger Seebahnhof an und wurden zunächst von uns in ihre Quartiere gebracht. Hier gilt ein besonderer Dank an Rohde von Saldern und der Ehefrau unseres verstorbenen ehemaligen Vereinsvorsitzenden Hans von Godin. Karin von Godin fühlt sich dem Schachclub Starnberg weiterhin sehr verbunden und nahm drei der Schachspieler aus Naumburg auf. Da sie selbst verreiste, stellte sie auch noch ihren Privat-PKW zur Verfügung. Ich war von ihrer Gastfreundschaft tief berührt.

 

Am Freitagabend war dann der „offizielle Empfang“ in unserem Schachclub mit einer kleinen Ansprache von Kurt Ewald. Insgesamt hätte ich mir das alles etwas festlicher gewünscht. Die Stimmung war aber gut, wozu auch ein reichliches und vorzügliches Büfett beitrug, das die Krankenhausküche vorbereitet hatte. Dankeschön an Matthias Schäfer, der das organisiert hatte. Enttäuscht war ich dagegen von dem insgesamt geringen Interesse an dem Treffen, denn es waren ja durchweg gute Schachspieler aus Naumburg gekommen (je 4 Spieler aus der 1. und 2. Mannschaft). Das im Anschluss an das Essen ausgetragene Mannschafts-Blitzturnier fiel dann auch entsprechend schlecht für Starnberg aus.

 

Am Samstagvormittag besuchte ich mit den Naumburgern das Buchheim-Museum. Hier war unser Club spendabel und wir hatten eine sehr interessante private Führung durch das Museum, die unseren Gästen sehr gefiel. Da wir auch noch Glück mit dem Wetter hatten, konnten wir anschließend auf der Terrasse des Cafes in der Sonne sitzen und die Aussicht genießen.

 

Am Samstagnachmittag fand unser Vergleichswettkampf mit Naumburg statt, und hier möchte ich Johannes Schmied sehr danken, dass es ihm gelang, trotz des geringen Interesses noch eine Mannschaft zusammenzustellen. Blamabel empfinde ich es noch immer, dass nicht ein Spieler aus der 1. Mannschaft teilnahm. Matthias Schäfer, der auf Drängen am Vortag zugesagt hatte, sagte

1½ Stunden vor Spielbeginn ab. Die Enttäuschung war groß, und natürlich muss ich mich fragen, ob ich da nicht insgesamt etwas falsch eingeschätzt habe und unser Schachclub an solchen Begegnungen gar nicht interessiert ist. Jedenfalls verloren wir mit 6½ zu 1½ Punkten deutlich. Trotzdem möchte ich mich bei allen Mitspielern unseres Clubs an dieser Stelle für ihr Kommen danken.

 

Am Samstagabend, nach einem Abendessen im ABSOFORT, fuhr ich mit den Naumburgern nach München, wo uns Stefan Winkler, der am gesamten Wochenende teilgenommen hatte, durch Schwabing führte. Trotz der späten Stunde war es nicht einfach, einen Platz in einem der Straßencafes zu finden.

 

Am Sonntagvormittag trafen wir uns nochmals im Schachclub. Erst ließ ich die Naumburger Schachspieler in einem Wettbewerb 6 Partiestellungen beurteilen, wo jeweils die richtige Fortsetzung zu finden war (entnommen aus einem kurzweiligen Buch von Helmut Pfleger). Immerhin konnten zwei alle Aufgaben lösen. Erst bei einer weiteren Aufgabe konnte sich der bessere durchsetzen und gewann 6 Flaschen bayerisches Bier. Alle hatten Spaß daran und auch das abschließende Blitzturnier – mit wiederum magerer Beteiligung von Starnberger Seite – verlief bei bester Laune.

 

Im Anschluss brachten wir die Naumburger Schachfreunde zur S-Bahn, und inzwischen habe ich Nachricht über ihre glückliche Heimkehr erhalten. Sie waren durchweg zufrieden und freuen sich auf unser Kommen im Oktober.

 

Ulrich Fincke

 

Stefan Winkler (ganz rechts) gelang gegen Naumburg der Starnberger „Ehrentreffer“

 

 

Besuch im Buchheim-Museum in Bernried