Starnberger Merkur, 02.12.2004

 

Boykott bei zweiter SCS-Garnitur

Team verliert 0:8, aber Ammersee spitze

 

Geretsried/Starnberg (msc) – Die zweite Mannschaft des Schachclubs Starnberg zeigt Auflösungserscheinungen. In der dritten Runde der Zugspitzliga trat das Team wegen Spielermangels zum Auswärtsspiel beim TuS Geretsried nicht an und verlor damit kampflos 0:8. Mannschaftsführer Gerhard Strecker hätte wegen zahlreicher Absagen nur vier der nötigen acht Spieler aufbieten können. Er zog daher ein in der jüngeren Clubgeschichte einmaliges Szenario vor: Er sagte den Wettkampf ab und akzeptierte die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel für sein Team. Neben 50 Euro Strafgeld muss die Mannschaft auch den Absturz auf den letzten Tabellenplatz hinnehmen.

Etwas besser läuft es beim TSV Gauting. Die Würmtaler erreichten ersatzgeschwächt in der Bezirksliga Oberbayern ein 4:4 bei der SG Unterpfaffenhofen/Germering und kamen damit ihrem Saisonziel Klassenerhalt ein Stück näher. Es siegten Ulrich Kümpers (Brett eins) und Martin Lerch (7). Frank Ipfelkofer (2), Christoph Klamp (3), Sebastian Finsterwalder (5) und Alexander Fischer-Brandies (8) erreichten Remisen. In der Tabelle rangiert der TSV nun mit 3:3 Punkten und 12,5 Brettpunkten auf Platz fünf.

Gar auf Platz eins steht der SC Ammersee in der Kreisklasse. Gegen den TV Tegernsee III gelang ein souveräner 5,5:2,5-Erfolg. Dabei siegten Frank Alefs (3), Peter Schützenberger (6), Karl-Heinz Winkler (7) und Peter Rusch (8) sowie Christoph Hähnlein (2), dessen Gegner nicht antrat. Dieter Koch (5) steuerte zum dritten Sieg im dritten Saisonspiel ein Remis bei.