Starnberger Merkur, 18.12.2003

Premiere nach 40 Jahren

Schach: Stadtmeister mit weißer Weste

 

Starnberg (msc) – Der Form halber müsste Matthias Schäfer kommenden Freitag eine weiße Weste tragen. Dann findet bei der Weihnachtsfeier des Schachclubs Starnberg (SCS) im Kreiskrankenhaus die Siegerehrung der Stadtmeisterschaft statt. Dass Schäfer diese nach 1999, 2000 und 2002 zum vierten Mal gewinnen würde, stand bereits vor der letzten Runde fest (wir berichteten). Doch da der 23-jährige SCS-Vorsitzende auch in seiner Schluss-Begegnung gegen den Gautinger Herbert Dietrich triumphierte, gelang ihm gleichzeitig ein Kunststück, dass es in der Historie des seit 1963 ausgetragenen Veranstaltung nicht gab: Schäfer gewann mit neun Siegen aus neun Partien den Titel. Nebenbei holte der Tutzinger gegenüber Clubkollege Thomas Lochte auf, der mit sechs Stadtmeister-Erfolgen die Siegerliste anführt.

Mit zwei Punkten Rückstand auf Schäfer sicherte sich der 70-jährige Starnberger Rüdiger von Saldern, der gleichzeitig den Sonderpreis als bester Senior gewann, den Vize-Rang. Den dritten Platz belegte Alexander Wörl (6,5) aus Gauting, der auch bester Gast wurde. Ebenfall ins Würmtal geht der Jugendpreis: Der 16-jährige Gautinger Alexander Fischer-Brandies (5,5), der auch als bester Spieler unter DWZ 1900 geehrt wird, gewann dank eines glücklichen Erfolges gegen Susanna Bauer. Für die 18-jährige Starnbergerin (4,0) bleibt wie im Vorjahr der Preis als beste Dame. Bei den übrigen Wertungen setzten sich der Stockdorfer Matthias Rüger (5,5/Bester Spieler unter DWZ 1700) und der 15-jährige Franz Rieger aus Gauting (5,0/Bester Spieler unter DWZ 1500 und Bester Debütant) durch.