Starnberger Merkur, 22.10.2003

 

Schach: Neue Derby-Sitten

 

Starnberg (msc) – Hände schütteln, einige belanglose Züge machen, Hände schütteln – 4:4. So verliefen in den vergangenen Jahren viele Begegnungen zwischen den Schachspielern des TSV Gauting und denen vom SC Starnberg II. Hektisch wurde es bei den oft nur wenige Minuten dauernden Vergleichen erst hinterher – wenn sich die Spieler beider Teams zu Bier und Brotzeit im Blitzturnier maßen.

Im Starnberger Kreiskrankenhaus war zum Auftakt der Zugspitzliga-Saison von den alten Gewohnheiten des Derbys nur bedingt etwas zu spüren. Zwar gingen die Partien an den ersten vier Brettern erneut allesamt remis aus, doch an den hinteren Spieltischen gaben sich die Gäste nicht mit Unentschieden zufrieden. Roland Edenhofer (Brett 7) ließ Gegner Peter Heinrichsen eben so wenig Chancen wie Alexander Wörl (5) seinem Gegenüber Stefan Winkler. Die Entscheidung zum letztlich verdienten Gautinger 5:3-Erfolg fiel an Brett 8, wo sich Sebastian Finsterwalder mit etwas Glück gegen die angriffslustige Susanna Bauer durchsetzte. Bei den Starnbergern konnte sich nur Knut Schallöhr (6) freuen. Er bezwang Achim Flemming.

Wenn’s nach den Gästen geht, gibt’s so schnell keinen Vergleich mehr mit den Seestädtern. Denn die Würmtaler wollen nach dem diesjährigen Abstieg aus der Bezirksliga so bald wie möglich in die Klasse zurückkehren. Die SC-Akteure wären dagegen schon froh, in der Zugspitzliga zu bleiben. Die Punkteteilung mit Gauting hat sie früher vor manchem Abstieg bewahrt.